#blubber 16 – Einsame Herzen

Heute, an meinen freien Tag, habe ich mich bereits früh aufgemacht um Brötchen zu holen um bei dem tollen Wetter in der Sonne zu Frühstücken. Bei dem Supermarkt meines Vertrauens angekommen, habe ich mein Rad – das übrigens auch feierlich einen Namen trägt, nämlich Bertram das schon (wenn Männer selbst ihrem besten Stück einen Namen geben können, kann ich das schon lange 😀 ). Jedenfalls, als ich mein Rad abstellte und es verschloss, haben mich zwei zuckersüße kleine Hunde Augen von der Seite hilfesuchend angeschaut. Dazu fällt mir auch wirklich nichts mehr ein, wie kann man nur einen Hund – selbst wenn es für den Zeitraum des Einkaufes nur so unbeaufsichtigt in die Ecke stellen?

Da blutet mir das Herz. Nach geschlagenen zwanzig Minuten immer noch kein Besitzer in Sicht. Ich Feigling habe mich natürlich auch nicht getraut den zitternden Hund anzufassen und zu streicheln – kalt war es heute bei uns nicht, natürlich muss der kleine Mann mächtig Angst gehabt haben, so alleine. Dass schlimmste kommt ja noch, er war nicht fest gemacht, sondern wurde seine Leine sorglos in den Buch geworfen. Wer weiß was da hätte passieren können. Der Hund hätte panisch auf die Straße rennen können oder ein Kind anfallen können.

Nachdem sich zwei Tratsch Tanten auf dem Parkplatz neben dem Hund versammelt hatten und den Hund ebenfalls nur blöd anschauten, habe ich diese gefragt, ob sie die Besitzer des Hundes sein. Anstatt eine normale Antwort zu bekommen, wurde ich nur angepampt, dass sie bestimmt nicht so einen unsauberen Hund hätten. Also bitte ….  am liebsten hätte ich den kleinen Tiger mit nach Hause genommen, wobei mein Freund mir bestimmt den Kopf abgerissen hätte. Irgendwie habe ich ein Herz für Tiere, die nicht dem Ideal entsprechen. Der Hund einer Bekannten war schon uralt, mit Warzen und Borsten Fell versehen, keiner konnte ihn leiden und mochte ihn streicheln… ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen gehabt. Ich verstehe es einfach nicht. Jedenfalls um auf das Thema Supermarkt Hund zurück zu kommen. Nachdem ich im Supermarkt meine Einkäufe erledigt habe und zu meinem Rad ging, war der Hund und die zwei Tratsch Tanten auch. Zufall?

Ich mag nicht darüber urteilen, aber mein Menschen Verstand schlägt schon mächtig Alarm, schließlich ist der Hund aufgestanden und hat mit dem Schwanz gewedelt als die zwei Frauen auf ihn zugekommen sind. So manches, werde ich nie nie nie in meinen Kopf kriegen.

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11 Gedanken zu “#blubber 16 – Einsame Herzen

  1. Schon wieder eine Parallele: Wir stehen auf Tiere, die nicht der Norm entsprechen. Meine 3 Strassenkatzen haben alle eine Macke und sind einfach total cool! Und fürs nächste mal: Nur Mut – der hätte sich über ein bisschen Streicheln bestimmt gefreut. Hunde spüren, wenn man es gut mit ihnen meint. Die tun nichts! 🙂

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    1. Mein Kater ist auch nicht wie jeder andere Kater. „Leider“ verliert er auf unerklärlichen Gründen, an seinen Beinchen sein Fell. Die Vorbesitzer konnten wohl nicht damit Leben – ich liebe ihn aber so wie er ist, ob mit oder ohne Haaren bleibt er mein Tiger. Bei Hunden allerdings habe ich trotz meiner Liebe zu Tieren, verdammt viel Schiss gebissen zu werden. 😦

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      1. Ich ging – immer schon – zu jedem Hund hin, habe ihn berührt und habe auf Warnungen nie gehört. Auch die GANZ GEFÄHRLICHEN konnten mich nie beeindrucken, weil ich immer wusste: Die spüren, dass ich ihnen nix tue. Und das tun sie wirklich. Ich bin noch nie gebissen worden und ich weiss, dass ich nie gebissen werde. Hunde spüren Dich! 🙂

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      2. Also wenn Du vor lauter Schlottern dem Hund in die Augen greifst, dann merkt er das vermutlich, es sei denn, er ist komplett bekloppt! Aber dass der Hund die Angst riecht und extra beisst, ist vollkommener Quatsch – ein Ammenmärchen….

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      3. Du machst mir Mut! Ich werde mich das nächste mal versuchen zu überwinden. 🙂 Wobei danach noch die Frage besteht, ob die Besitzer das so toll finden, wenn ich ihre Hunde einfach streichel… arme Tierchen, ich würde meinen Hund (angenommen ich hätte einen) niemals alleine vor einem Supermarkt lassen.

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      4. So geht es mir bei Katzen. Wenn ich draußen eine sehe, und diese mir nicht gesund erscheint, muss ich sie einfach streicheln und schauen wie es ihr geht. Ich denke, da ich mit Katzen aufgewachsen bin, verstehe ich Katzen schon was sie möchten oder wie es ihnen geht. Einfach wundervolle Tiere ♥

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  2. Da Hunde nicht oberflächlich sind schließe ich jeden sofort ins Herz. Tiere sind einfach wunderbar ehrlich. Ich bin ein totaler hundenarr und würde jeden nehmen, sofern er zum Rest der Meute passt 😉

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