Unentschlossenheit

Ja oder Nein, oder vielleicht doch? Was möchte ich werden … Bin ich zufrieden? Erfüllt mich mein Job?

Ich bin gelernte Kauffrau im Einzelhandel. Wenn ich mir die Frage stelle, ob mich dieser Beruf erfüllt, kann ich die Frage ganz klar mit Nein beantworten.

Erfüllt euch euer Job? Seid ihr glücklich damit, geht ihr gerne zur Arbeit? Also, ich meine nicht im Sinne von „Es muss ja irgendwie Geld reinkommen“, weil dies sehe ich ja wirklich selber ein.

Ich bin – meiner Meinung nach – Kreativ, bastel und Koche gerne, probiere gerne neue Dinge aus und gehe gerne Deko einkaufen. Klar habe ich mich schon schlau gemacht. Aber den Beruf der Dekorateurin ist in der kleinen Stadt wo ich wohne nun mal nicht mehr gefragt.

Grübeln, Rechnen, eintönige Arbeit mache ich hingegen eher ungerne. 

Ich kann mich gut selbst motivieren (sonst hätte ich bis Dato bestimmt schon alles tausend mal geschmissen), unterhalte mich gerne und arbeite auch gerne im Team. Ist es denn so schwer einen Job zu finden der mir voll Spaß macht?

Studieren fällt flach. Ich hab kein Abi.

Noch eine neue Ausbildung fällt flach. Irgendwie muss ich mich nun mal finanzieren & noch eine Lehre ist nicht drin.

Stellt ihr euch auch diese Fragen?

Mein Freund sagt mir, dass ich nicht jedes Jahr meine Arbeitsstelle wechseln kann, nur weil es mir nicht mehr gefällt… andere wären Froh in meiner Position zu sein. Muss man sich daran messen, dass es Menschen gibt die Arbeitslos sind und gerne meinen Job hätten? Ich weiß nicht ..

Zu oft höre ich einfach „Bewerb dich blind …“ aber WIESO? Ich weiß doch gar nicht wohin es mich treibt … was ich will.

Wie soll ich mir darüber im Klaren werden?

Das Leben ist ein Labyrinth mit vielen ungelösten Rätseln.

Stimmt ihr mir in dem Punkt zu :D?

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12 Gedanken zu “Unentschlossenheit

  1. Du drehst dich in einer Schraube wie die Flugzeuge im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen… alle landen auch wenn es mal etwas länger dauert. Wenn du nicht zu frieden bist hàngst du entweder in der Warteschleife oder überzeugst den Tower warum du jetzt landen musst!

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  2. Was für ein Zufall! Vorhin habe ich überlegt, ob ich zu diesem Thema einen Beitrag schreibe. Ich habe mich auch schon mehrfach damit auseinandergesetzt. Es ist wirklich nicht leicht – zumindest für mich als vierfache Mutter. Ich bin kreativ, habe eine abgeschlossene Ausbildung und ein erfolgreich abgeschlossenes Studium (Architektur). Ich habe aber auch eine Familie. Ich möchte für meine Familie da sein und auch etwas zum Lebensunterhalt beitragen. Um seiner Kreativität im Beruf freien Lauf lassen zu können, sollte man keinen Druck haben. Ich habe/hatte Schwierigkeiten meinen Anforderungen gerecht zu werden, da ich meine Kinder nicht ganztags anderweitig betreuen lassen möchte. Wie du schon sagst, es muss aber auch Geld in die Kasse kommen. Genau hier liegt vermutlich das Problem. Dieser Druck schränkt mich ein…ich bin blockiert. Ich führe zur Zeit einen ganz anderen Beruf aus, als ich ihn gelernt habe. Er macht mir Spaß, aber manchmal wünschte ich, dass ich etwas im kreativen Bereich machen könnte. Schön wäre es, wenn ich es nebenbei und ungezwungen tun könnte. Einfach aus Spaß an der Sache. Leider hat der Tag zu wenig Stunden, um alle Wünsche auszuleben 😊

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      1. Vielleicht. Ich denke mir, man kann im Leben nicht alles haben. Zumindest nicht alles zu einem Zeitpunkt. Wichtig ist, dass es mir und meiner Familie gut geht. Alles andere sind Träume, die vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt ausgelebt werden können. Darauf sollte man sich freuen…ist doch auch spannend. Natürlich kann ich da nur von mir sprechen. Manchmal hilft es auch, einfach einmal aufzuschreiben, was man sich für die Zukunft wünscht, was einem wichtig ist, was einem fehlt und was man tun kann/muss, um es zu ändern. Soll nicht klugscheisserig klingen…nur eine Hilfe sein. ☺

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  3. Studieren geht auch an der Fachhochschule ohne Abi. Bis zu meiner Krankheit hatte ich einen tollen Beruf in dem ich aufgegangen bin. Ich habe als Betriebsingenieur gearbeitet.

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  4. Ich bin sehr froh, dass ich meinen Traumjob gefunden habe. Ich habe auch länger gesucht und dann gewusst, was ich machen möchte. Es gibt nicht viele, denen es so geht. Für die meisten ist ihr Job nur zum Geldverdienen da. Und das ist schade.
    LG
    Sabine

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      1. Journalistin. Ich habe schon von klein auf gerne geschrieben. Es war ein weiter Weg. Ich habe erst BWL und Economics studiert, dann festgestellt, dass das nichts für mich ist. Ich habe erst als freie Journalistin gearbeitet, jetzt habe ich einen festen Job und bin weltweit unterwegs.
        Viel Glück!
        Sabine

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