Ausreden

Ordnung ist das halbe Leben. Ich befinde mich gerade in der anderen Hälfte.

So kann man es wirklich gut bezeichnen. Wenn ich etwas nicht wiederfinde, trägt mein Freund zuerst die Schuld. Dass ist wohl eine meiner schlechten Eigenschaften – den Fehler nicht erst bei mir, sondern zuerst bei anderen zu suchen.

noexcuses

Aber darum soll es heute ja nicht gehen. Sondern um das Thema Ausreden.

Ja ich weiß, man sollte immer die Wahrheit sagen und nie Lügen. Aber manchmal ist eine kleine Notlüge oder eine kleine Ausrede eben angenehmer, als die harte, bittere Realität oder einfacher gesagt „einfach keine Lust“ haben. Derzeit versuche ich mich aus eine Feierlichkeit wieder herauszureden, bei der ich Hals über Kopf zugesagt habe und mich vorher mit aller Gewalt versucht habe heraus zu halten.

Gerade habe ich (wie so oft, wenn ich keine Lösung für ein Problem habe :D) Google gefragt, und da kamen echt lustige Ausreden raus 😀 Die Besten habe ich mal für euch zusammen gefasst.

Ausreden für Verspätungen

  1. Ich habe von einem Fußballspiel geträumt, und als ich aufwachen wollte, gab´s Verlängerung.
  2. Ich habe meinen Schlüssel nicht gefunden.

Absagen für Verabredungen

  1. Tut mir leid ich habe eine Familienfeier

Die Geschichte sollte man vielleicht nicht gerade Arbeitskollegen oder Freunden erzählen, die sowieso den ganzen Tag mit einem im Kontakt stehen (könnte echt schnell auffallen). Aber für flüchtige Bekannte doch ganz nützlich.

  1. Ich habe meinen Eltern versprochen beim Renovieren zu helfen.

Wer natürlich so nett ist, und wirklich beim Renovieren hilft – dem möchte ich dass natürlich nicht unterstellen, diese als Ausrede zu verwenden. 

  1. Heute Abend kann ich leider nicht. Ich will doch nicht die Ziehung der Lottozahlen verpassen.

Ohne Worte. Wichtige Verabredungen sagt man nicht ab, nur wegen Lottozahlen. Multi Tasking ist hier das Zauberwort.

  1. Da feiert meine Oma leider Geburtstag

Die alt bekannte Oma. 😛

Und dann gibt es da noch die Ausreden, die wir für uns selber Erfinden damit es uns ein wenig besser geht. Wer kennt sie nicht?

  • Irgendwann …
  • Irgendwann fange ich an …
  • Morgen …
  • So schlimm ist es doch gar nicht …
  • Ich habe keine Zeit …
  • Meine Arbeit schlaucht …
  • Ich habe Angst!
  • Ich traue mich nicht…
geplant
blog.nz-online.de

Und da, liebe Leser … kann ich euch leider nicht weiter helfen. Genau so ein schisser bin nämlich ich! Ich traue mich einfach nicht. Man sagt mir zwar oft, dass ich mich auch mal wage über den Tellerrand hinweg zu schauen. Aber endlich mal dass zutun, worauf ich richtig Lust habe … naja, dass traue ich mich eben nicht. Dazu fehlt das nötige Kleingeld, der Mut und vielleicht auch die richtige Idee.

Habt ihr Träume, die ihr irgendwann verwirklichen wollt? Habt ihr eine Ahnung wie ihr das stämmen wollt?

Derzeit lebe ich von der Hand in den Mund und kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es irgendwann anders laufen wird. Es gibt einfach keine Vollzeitstellen für meinen Berufszweig. Mein Arbeitgeber erwartet bereits jetzt, dass ich mit einer unerwarteten Schwangerschaft um die Ecke komme und erst einmal für Jahre ausfalle. Dies hat er natürlich nicht direkt angesprochen, aber immer mal wieder Gespräche mit Arbeitskollegen und dem Chef selber, zeigen mir, dass einfach darauf gewartet wird, dass ich endlich Kinder bekomme.

Klar bin ich jetzt im Gebärfreudigen alter. Aber es gibt doch noch soviel zu erleben…

Kinder möchte ich irgendwann auch haben, am liebsten tatsächlich jetzt. Ich bin jung, habe eine Ausbildung und fühle mich echt bereit. Leider spielen noch ganz andere Faktoren einen Grund.

Ich sehe schon, ich hole viel von meinen verpassten Beiträgen nach. Das Thema Kinder in unserer heutigen Gesellschaft werde ich wohl in einem anderen Beitrag ansprechen.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit (wie förmlich heute :D). Einen schönen Tag wünsche ich euch :-))

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4 Gedanken zu “Ausreden

  1. Ich kann dich da in gewisser Weise sehr gut verstehen. Mir geht es da doch sehr ähnlich. Ich versuche, einige Situationen zu umgehen, traue mich manchmal nicht, Menschen wegen bestimmten Sachen anzusprechen und ärgere mich im Nachhinein total darüber.
    Jobtechnisch geht es mir zwar nicht genauso wie dir, aber auch ich arbeite im Moment in einer 3/4 Stelle, die mit meinem Studium, für welches ich mehr als 5 Jahre geschuftet habe, nicht viel zu tun hat. Das deprimiert, aber ändern kann man dabei leider auch nicht viel. Auch wenn das sehr schade ist.

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