KOPF IN DEN SAND STECKEN ODER SAND IM KOPF?

Hallo liebe Leser,

kommen wir heute mal wieder zu einem ernsteren Thema. Bin ich dafür nicht bekannt? Die Mutter der Porzellan Kiste? Vorsicht ist besser als Nachsicht. Schlaue Sprichwörter kenne ich zu genüge, aber leider bin ich nicht die Mutter – sondern eher der Elefant in der Porzellan Kiste.

Gehört es zu uns Deutschen, dass wir einfach immer etwas zu nörgeln haben müssen? Ich kann es nicht sagen. Ich habe Tage in der Woche, da geht es mir wirklich blendend. Vorwiegend sind es die Tage wo ich nicht arbeiten muss. Leider muss ich dann doch dass ein oder andere mal arbeiten gehen um wenigstens etwas Kohle nach Hause zu bringen. Mein Freund geht auch arbeiten, so ist es nicht. Wir halten uns gerade mal so über Wasser. Mal wird hier gespart, mal da… auf den Preis muss ich sowieso immer achten.

Wieso gehe ich überhaupt arbeiten? Die Arbeit macht mir mal überhaupt keinen Spaß. Wer hat schon Spaß daran, nach acht Stunden mit Rückenschmerzen nach Hause zu gehen. Wer hat Bock jeden Tag auf Abruf bereit zu stehen? Ich jedenfalls nicht. Augen zu und durch ist hier die Devise.

Aber möchte ich wirklich mein Lebenlang blind durch die Welt laufen? Ach, ich könnte einfach Kotzen. Entschuldigt für die Ausdrucksweise. Ich bin seid 15 Jahren nicht mehr im Urlaub gewesen. Klar geht es uns gut, wenn man sieht wie viele Flüchtlinge zu uns kommen (und weiß Gott, sie haben es verdient hier in Sicherheit zu sein).

Aber WIESO gehe ich Arbeiten? Um mich nicht zu langweilen? Beschäftigung habe ich genug, danke. Wieso lebe ich nicht gleich wie Millionen Schmarotzer vom Staat und lasse mir die Sonne auf den Pelz scheinen? Wieso stelle ich mir gleich den Wecker auf vier Uhr um mitten in der Nacht los zu trotten und bis 14 Uhr zu arbeiten?

Ich bräuchte mal eine Zeitmaschine die mich zurück in die Vergangenheit bringt. Ich würde vieles anders machen. Meine Ausbildung würde ich nicht nochmal machen. Ich würde etwas sinnvolles erlernen, die Schule besser abschließen – mich allgemein mehr anstrengen. Jaja, jetzt kommen die bösen Stimmen die sagen dass es noch nicht zu spät ist. Aber wer zum Henker bezahlt mir meine Wohnung? Zum Amt renne ich nicht. Dass ist das letzte was ich tun würde.

Also ist mein Buch des Lebens schon geschrieben. Ich werde als alte, verbitterte Kassen Oma im Discounter bis zu meiner Rente arbeiten und mir diese teilweise Respektlosen Kunden reinziehen müssen die denken, sie wären in der sozialen Schicht Millionen Stufen über mich gestellt. Als hätten sie das Recht mich wegen einem falsch kassierten Artikels zur Sau zu machen.  Manchmal wünsche ich mich einfach in ein anderes Land, am besten auf eine einsame Insel.

Aber dann denke ich an meine Katzen. Meine Katzen brauchen mich. Na wenigstens einer. Ich habe so viele Ideen, Wünsche und Träume. Aber alles wird immer abgetan mit :

ach die Idee hatte schon jemand. Im Ernst? Sei froh dass du arbeit hast, andere beneiden dich darum. 

Beneiden mich andere auch darum, am Ende der Rechnungen noch weniger übrig zu haben als ein Hartz4 Empfänger? Beneiden mich „die Leute“ darum in einer 35 qm² Wohnung mit Freund und zwei Katzen zu Wohnen? Ich denke nicht. Die meisten Empfänger von Sozialleistungen sitzen in größeren, schöneren Wohnungen als die meiner.

Ich mag meine vier Wände. Es ist immer so schön, wie man es sich selber macht. Aber manchmal fehlt mir einfach die Luft zum atmen. Ich fühle mich als würde ich immer scheitern, als würde gleich jemand kommen und mir sagen wie scheiße ich mit meinen 15 Kg zuviel auf den Hüften eigentlich aussehe.

Ich könnte stundenlang so weitermachen, aber leider schreit mein Bett nach mir. Nicht weil ich müde bin, sondern weil ich gleich wieder aufstehen muss.

Ist es soviel verlangt, oder bin ich einfach nur ein undankbarer Mensch? Ich wünsche mir einen Freund, der mich stützt wenn ich zu fallen scheine, und das ohne mich rechtfertigen zu müssen. Ich habe einfach keine Kraft mehr, ständig für andere Leute da zu sein (auch wenn ich dies immer gerne mache). Ich möchte … ja was möchte ich denn? Ich weiß es selber nicht. Am liebsten würde ich mich einfach unter meiner Bettdecke vergraben und warten bis alles besser ist. Aber so einfach ist dass leider nicht. Ich weiß dass nur ich mein Leben in den Händen habe. Aber was mache ich damit? Was kommt jetzt? Und ständig schwirrt mir die Frage durch den Kopf wie andere Leute mich sehen.

Meine Katzen, mein Freund und meine Familie bedeuten mir alles. Sie sind mein Leben und die Protagonisten in dem Buch meines Lebens. 

Es geht schon los, wenn mich Arbeitskollegen fragen ob ich einspringen kann. Ich mache es wirklich ziemlich oft. Aber es gibt Tage da habe ich wirklich keinen Nerv. Dann habe ich verkackt. WIRKLICH. Ich fühle mich tagelang schlecht. Ruft mich mein Chef an und ich gehe nicht dran, lässt es mir keine Ruhe bis ich zurück rufe. Meist tue ich dieses nicht. Ich bete heute schon,dass sich auf dem Plan nichts geändert hat.

Ich hab Probleme oder? Total überzogen. Aber irgendwie war mir danach heute noch einen Beitrag für euch zu schreiben. Und falls dies wirklich jemand lesen sollte, würde mich dass echt wundern.

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3 Gedanken zu “KOPF IN DEN SAND STECKEN ODER SAND IM KOPF?

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