I THINK I SPIDER | Arbeit, Konsum.

Immer bekomme ich gesagt oder vorgehalten wie toll und gut meine Bekannten oder Freunde verdienen. Als würde ich meinen Arsch nicht hoch bekommen, genau so fühle ich mich. Stehts schräg beäugt von der Gesellschaft, als Assi abgestempelt, als scheiß Hartzer – wobei ich nicht mal irgendwelche Bezüge vom Staat beziehe.

Ich sorge alleine für meinen Unterhalt, gehe dafür arbeiten. Mit meinen beiden Katzen und meinem Freund wohne ich in einer kleinen Wohnung. Meine Katzen fressen mir die Haare vom Kopf, gerade mit ihrer Neu entdeckten Krankheit, zerrt dieses schon sehr an meiner Geldbörse. Viele Möglichkeiten an schnelles Geld zu kommen gibt es wohl nicht.

Viele Stimmen sagen einfach „Ja geh halt Vollzeit arbeiten“, und ab da an bekomme ich eine Krawatte. Oder selbst wenn es nur indirekt so gemeint ist, ich weiß was andere über mich denken. Ständig stoße ich mit anderen Leuten an, kann nicht mit auf Partys, oder Veranstaltungen – weil schlicht und einfach dass Kleingeld fehlt. Meine Hobbys sind meine Bücher und meine Katzen und dafür geht mein Gehalt drauf. Neben meinem Lebensunterhalt habe ich auch diese zwei Posten zu bestreiten.

Klar habe ich auch Träume, wer hat diese nicht. Aber Geld regiert nun mal die Welt, ob man will oder nicht. Ohne Moos nichts los. Aber kann man diesem entgehen? Einfach ohne Geld Leben und der Gesellschaft den rücken kehren? Ich glaube dass wäre kein Lebensstil für mich. Ich gönne mir doch gerne etwas, was auch mit ein Grund ist, wieso der Monat noch so viele Tage hat, wenn die Geldbörse leer und das Konto schon bis zum Anschlag überzogen ist.

Manchmal denke ich, mehr falsch hätte man gar nicht machen können. Ich bin gelernte Kauffrau im Einzelhandel, und was habe ich davon? Eine Teilzeitstelle, in der man schuftet als würde es kein morgen geben, um Abends mit Rückenschmerzen im Bett zu liegen und sich Gedanken zu machen, weshalb man dies alles tut. Jaja, nur du hast dein Leben in der Hand … danke für diesen super Tipp, für viele bin ich die Memme des Jahrhunderts, aber was soll´s.

Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

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