Melancholie, Hallo.

Willkommen 21. Jahrhundert

Willkommen Ungerechtigkeit, Krieg und Hass.

Streng genommen könnte man nun sagen, dass ich 16 Jahre zu spät bin, mit meiner Nachricht dass wir das 21. Jahrhundert haben..

Derzeit sehne ich mich so zurück in das 20. Jahrhundert – also sprich in meine Kindheit. Puh, das hört sich jetzt an als käme ich aus der Steinzeit. Nicht viele machen einen Jahrhundert wechsel mit. Ich habe einen mitgemacht, WUHU! Naja, die meisten von euch auch.

Ich höre gerne Musik aus den 90’igern, ja vielleicht sogar noch ältere Musik. Es entspannt mich in der Zeit meiner Migräne, meiner Ratlosigkeit. Meine Träume waren als Teenie irgendwie ganz andere, als diese die ich heute habe. Hab ich überhaupt noch Träume? Bin ich jetzt endgültig im Strudel der Gesellschaft gelandet? Erwachsen werden, Kinder bekommen, Heiraten … die Reihenfolge scheint heutzutage egal zu sein, gerne werden auch manche Kriterien weg gelassen und geht sofort zum Kinder gehen über, bevor man Erwachsen ist … na ja, dass ist auch ein anderes Thema.

Ich bin 24 Jahre alt und im Jahr 1991 geboren. Meine Kindheit war die schönste, die ich mir vorstellen kann. Meine Eltern waren immer für mich da. Auch wenn mein Papa früh krank geworden ist, war er immer der beste Papa der Welt. Geld war nie im Überfluss da, aber dafür die Liebe die ich von meinen Eltern mit auf den Weg bekommen habe. Es war schön ein Kind zu sein. Sorglos aufzuwachsen, jeden Tag neu in die Welt zu gehen ohne gleich das schlechte in jedem Menschen zu sehen – ohne selbst Entscheidungen treffen zu müssen. Wie habe ich mich damals danach gesehnt, endlich selbst Entscheiden zu können wann ich nach Hause komme. Heute wäre ich froh, würde meine Mama mir wenn ich Schmerzen habe über die Stirn streichen und mich beruhigen. Einfach ins Wohnzimmer zu gehen und zu reden. Ein Glück habe ich meine Eltern noch, und ich hoffe auch das es noch sehr lange so bleibt. Trotzdem ist es anders.

Ich bin Erwachsen. 

Ein Augenblinzeln und schon ist wieder ein Jahr vorbei. Wir haben März, und irgendwie kommt es mir vor als hätte ich gerade erst meinen Abschluss gemacht.

Als Kind wurde ich vor schlechten Nachrichten verschont. Ich habe keine Angst gehabt. Heute flattern täglich negative Nachrichten über den Bildschirm. Religionen bekriegen sich, Menschen sterben – Kinder leiden. Familien werden auseinander gerissen. Menschen jagen sich selbst in die Luft, um andere Menschen zu töten. Tiere werden getötet – weil wir hunger haben, und das auf eine Art, die ich niemanden wünsche.

In der dritten Welt verhungern Kinder.

Verrückt oder? Ich wünsche mir so sehr noch einmal 4 Jahre alt zu sein und mit meinem gesunden Papa noch einmal rum zu toben.

Ich wünsche mir nur noch einen Tag aus meiner Kindheit zurück.

Ich wünsche mir, dass mein Papa nie krank geworden wäre. Nicht weil ich ihn jetzt weniger liebe, aber vielleicht wäre vieles anders gelaufen.

Ich wünsche mir einfach eine bessere Welt für alle.

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Ein Gedanke zu “Melancholie, Hallo.

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