[Rezension] David Safir – 28 Tage lang

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Da ich im vorletzten Beitrag das Buch schon vorgestellt hatte, überspringen wir den Klappentext und alles weitere. Wir kommen gleich zu …

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Wie man  heute denkt, ist der Krieg laaaange her und die Wunden längst verheilt…oder besser gesagt nicht mehr greifbar. Weil die nächste Generation eben den Krieg nicht miterlebt hat, oder auch keine Erzählungen von ihren Großeltern kennen.

9783499266638_1443517154487_xxl.jpgIch gehöre auch zu der Generation, die mit dem Weltkrieg nicht viel zutun hatte. Meine Eltern wurden 1959 und 1965 geboren, war das noch die Nachkriegszeit? Meine Eltern haben mir nichts erzählt, dass sie damals noch etwas von den Nachwirkungen mitbekommen hätten – aber genau nachgefragt habe ich auch nie. Meine Großeltern habe ich auch nie danach gefragt, weil mich das Thema in meiner Jugend eher nicht interessiert hat …  und heute wo es mich interessiert, sind meine Großeltern verstorben.

In dem Roman „28 Tage lang“ von David Saphir, geht man mit der kleinen Mira auf die Reise ins ungewisse. Jeden Tag wird aufs neue gehofft, auf ein Leben in Freiheit. Aus Mira´s Sicht wird viel von anderen Mitbewohnern des Ghettos erzählt. Auch über den Hunger, die Armut und der Verzweiflung.

Es wirkte auf mich alles so unwirklich – im Sinne von „DAS ist wirklich passiert?“ und erschrecken. Nicht das ich es nicht glaube, aber es ist einfach SO KRASS! Und wenn ich die damalige Situation mit der heutigen Vergleiche, wird mir ganz schlecht.

Wir steuern doch wieder genau dem gleichen Drama wie vor 70 Jahren zu. Diesmal sind es nicht die Juden sondern die Muslime.

Ich schäme mich so uuuuunendlich eine Deutsche zu sein, wenn ich lese was unsere Vorfahren damals angerichtet haben. Vor allem, gerade nach den Geschehnissen, wieso passiert es wieder? Hat die Welt nicht daraus gelernt, wie es Enden kann, Rassen zu trennen? Wir sind ALLE gleich!!

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Eine schwere Lektüre.

Die Spannung hielt über das ganze Buch an.

Schreckliche sowie auch schöne Momente des Glücks konnte ich mit Mira teilen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich ein Teil des Buches geworden. Ich habe so sehr mitgefiebert…

Auch finde ich, dass man dieses Buch als Lektüre in den Schulen einführen sollte. Anstatt diese alten Schinken von Goethe und keine Ahnung wen ständig durchzukauen.

5 von 5 Sternen.

 

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